eigentlich wollte ich mich wegen des offensichtlichen Unbehagens, was mein Blog bei manchen Mitmenschen auslöst, aus diesem Metier zurückziehen. Dank meiner lieben Freunde – ja, man höre und staune, so was besitze ich – beschloss ich dann jedoch, wieder meinen gedanklichen Sondermüll hier zu deponieren. Dies mag nun ein herber Schlag für diejenigen unter meinen Lesern sein, die bereits lauthals ein Hurra in die Welt gerufen hatten und nun damit leben müssen, mich doch wieder lesen zu können. Was ja nicht heißen soll, dass sie mich lesen müssen.
Auf jeden Fall bin ich wieder zurück und kein bisschen klüger, oder um es mit Goethes Worten zu sagen: Jetzt steh ich hier, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor. Um weiteren Missverständnissen vorzubeugen, werde ich meine Aussagen in Zukunft wohl etwas gewählter treffen müssen und sie in endlose Länge ausformulieren, damit ich auch ja niemandem auf den Schlips trete.
Apropos auf den Schlips treten. Da ich ja ungemein unsympathisch bin und noch dazu einen regen Arbeitseifer aufweise, zudem neugierig und überdies auch noch lern- beziehungsweise aufnahmefähig bin, habe ich mir den Hass mehrerer KollegInnen zugezogen. Wobei mehrere heißt zwei und Hass bedeutet, dass sie mich zum Kotzen finden, weil ich immer was zu tun haben will und es mir nicht passt, den ganzen Tag sinnlos herumzustehen und meine Zeit herumzubringen. Ich bin echt ein Naturtalent darin, mich unbeliebt zu machen, indem ich es zu gut meine. Nun gut. Mit zwei Personen von 20 kann ich gut Leben, das ist eine recht niedrige Quote von 10%. Das bedeutet hochgerechnet, dass mich von den 80 Millionen Deutschen gerade einmal 8 Millionen nicht mögen. Statistiken sind echt was spitzenmäßiges.
Whatever … nun bin ich auf dem Weg nach Hamburg oder besser gesagt Plön (das ist ein ungeheuer wichtiger Ort im Norden unserer wundervollen Republik). Glücklicherweise gibt es in ICEs Strom, da das Akku meines Notebooks nicht auf dem neuesten Stand ist und ich somit nur arbeiten kann, wenn ich so etwas wie „Festnetz“ (ROFL) habe. Man mag es kaum glauben, im ICE gibt es sogar in der zweiten Klasse Stromanschlüsse für jeden Fahrgast. Ich möchte hier keineswegs Werbung für die Bahn machen, aber manchmal sollte man sich schon überlegen, mit dem Zug zu fahren, gerade bei so langen Strecken und wenn man viel allein unterwegs ist. Nicht nur, dass es ungemein entspannend ist, nicht ständig auf den Verkehr und andere Menschen (oder auch Idioten genannt) achten zu müssen, sondern man kann die Zeit auch sinnvoll nutzen. Oder man vergeudet sie damit, zu bloggen. Es gibt so viele Dinge, die man erledigen kann: ein Buch lesen, schlafen, einen Brief schreiben (ups, da fällt mir ein, dass die CD für Antjes Drucker immer noch bei meinem Rechner liegt), mit anderen Bahnreisenden sprechen, die Landschaft betrachten – was sich gerade recht schlecht bewerkstelligen lässt, da es Nacht und draußen furchtbar finster ist. Also allerhand, was sich so findet an netten kleinen Zeitvertreibungen.
Was gibt es sonst noch tolles? Ich werde blind. Ausnahmsweise ist dies keine Wirkung eines unglaublich hässlichen Anblickes, den ich ertragen musste (wie so oft im AJZ geschehen), sondern ich hab einfach mal wieder einen Sehtest machen lassen, um mir neue Linsen anpassen zu lassen. WOW. Rechts eine Dioptrie mehr und links immerhin 0,75. Das sind dann gesamt R-4,25 und L-3,25. Eine fortschreitende Myopie ist schon das pure Grauen. Irgendwann im Jahre 1986 oder so habe ich mal bei -1,0 auf beiden Augen angefangen. Damals noch mit Silikat in einer riesigen und zudem hässlichen Fassung, wechselte ich irgendwann zu Leichtglas und einem optisch ansprechenderen Drahtrahmen. Doch selbst dieser stellte sich über die Jahre als recht hässlich heraus und so begaben Antje und ich uns Ende 2003 zu Fielmann und schauten mal eine richtig fesche Fassung heraus. Ich als recht wenig experimentierfreudiger Mensch schaute natürlich bei den altgewohnten Formen (oval und rund) und fand nix, was mich vom Hocker haute. Dann drückte mir Antje eine ECKIGE Fassung in die Hand. In BLAU. Also auffällig. Pfui! Die saß auf meinem Gesicht, wie ein Fremdkörper. Einfach grausig. Behindert sein ist ja schon schlimm genug, aber das auch noch so offensichtlich zu zeigen, war ja quasi der Untergang meines Selbstbewusstseins, welches ich damals schon nicht besaß. Aber was tut man nicht alles für einen Menschen, den man sehr gern hat? So ließ ich mich überzeugen, diese Brille zu nehmen. Nach kurzer Gewöhnungszeit konnte ich mich nicht mehr in der alten Brille ersehen. Welche Geschmacksverirrung musste mich dazu geleitet haben, eine derart hässliche Form zu wählen? Die neue, welche Antje herausgesucht hatte war viel passender, schmiegte sich meinem Gesicht an und schmeichelte ihm. Dafür nochmals danke, denn bis heute bin ich glücklich mit diesem Schmuckstück.
Mit den neuen Werten wird eine neue Fassung fällig, wahrscheinlich erstmals mit Kunststoffgläsern wegen des Gewichts. Tja, bei meinen Werten wird dann sogar Leichtglas ziemlich dick und damit auch schwer … ^^ Die Fassung übrigens ebenfalls in Kunststoff.
Gut nun, ich habe genügend genervt. Gute Nacht und ein fröhliches „O zapft is“
all these words are not a rescue in my eyes
never sure about the love deep in your smile
never sure if I am right or if I´m wrong
never sure about the things which (were) goin on
all these love just while you (were) standing near to me
never sure about the time you spent with me
I can´t stand the way you deal with friends of mine
never sure if love´s not just a waste of time
all these words I try to find to say to you
I can´t stand a thousand dreams I dream of you
while you stand beside me
while you move into my arms
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(19.9.06 08:00) brav |
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aNsHi / Website (21.2.07 13:56) schreib doch mal wieder
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